Oberheim OB-Xa: Details

Details für Anwender mit ergänzenden Infos zu den Funktionen.

VCO

OB-Xa Detail VCO

Der OB-Xa verfügt maximal über 8 Voice-Karten, jede Karte enthält zwei VCOs mit den Kurvenformen SAW und PULSE. Eine Modulation der Pulse-Weite ist vorgesehen.

Die Kurvenformen sind nur alternativ wählbar, weil eine Mischmöglichkeit nicht besteht. Die Frequenz von VCO1 ist in Oktavschritten gerastert und für VCO2 frei einstellbar. Die VCOs haben eine Sync-Funktion, VCO2 kann zudem durch die Filterhüllkurve moduliert werden. Weitere Möglichkeiten bietet die Modulations-Sektion.

VCF

OB-Xa Detail Filter

Zwei Tiefpass-Filter, alternativ schaltbar auf 12dB oder 24dB, machen den Sound. Variable Filtereckfrequenz und separate Hüllkurve erzeugen einen dynamischen Filterverlauf. Keyboard Tracking ist zuschaltbar. Die Filterresonanz ist zwar variabel, eine Selbstoszillation ist jedoch nicht vorgesehen.

Als Quellsignal können OSC1 (voll) und OSC2 (voll /halb) sowie ein einfaches Rauschen zugeführt werden. Es sind tatsächlich zwei Filterbausteine (CEM3320) vorhanden, leider nur umschaltbar.

Modulation

OB-Xa Detail LFO

Die Modulationssektion verfügt über einen LFO mit 3 Quell-Signalen, die allerdings nur alternativ schaltbar sind.

Technisch hat der OB-Xa an dieser Stelle 2 LFOs, die zwar nicht synchron, aber ansonsten identisch geregelt werden. Dies ist erforderlich, um Split- und Double-Sounds zu realisieren.

ENV

Es gibt zwei Hüllkurven in Standard-Ausführung für VCF (Filter) und VCA (Verstärker)

OB-Xa Envelope

Programmer

OB-Xa Detail Programmer

Geleistete Programmierungen, ggf. mit Split / Double, finden ihre Ablage zur dauerhaften Speicherung im Programmer.

Die Zuordnung der Stimmen bedarf der Klärung. 
Xa-Stimmen  werden mit Double oder Split in zwei Gruppen geteilt. Im Normalbetrieb sind die Gruppen zusammengelegt und verhalten sich wie ein 8-stimmiger Synth. Werden Split- oder Doubles programmiert, ergeben sich 2 Gruppen mit unterschiedlichen Sounds und verschiedenen Tastatur-Bereichen.

Manual / Control

OB-Xa Detail Manual

Der Manual-Bereich wird nicht in den Patches gespeichert.

Der Regler für das Detune von VCO2 gehört eigentlich in die Oszillator-Sektion. Bei Schwebungs-Null zwischen den VCOs erlischt die zugehörige LED.

Auto-Tune

Auto-Tune bedarf einiger Erklärungen:
Grundsätzlich unterliegt die verwendete Elektronik einer Temperaturdrift, was bei analogen VCOs zu hörbaren Frequenzverschiebungen führt. Erfahrungsgemäß dauert es einige Zeit, bis beim Xa stabile Verhältnisse vorliegen. Bei Defekten oder schlechtem Tuning wird dieser Punkt gar nicht erreicht.

Auto-Tune schaltet die Ausgänge und sämtliche Modulationen kurz ab. Danach stimmt die Funktion das Pulse-Signal aller VCOs über mehrere Oktaven auf optimale Frequenz, wobei Abweichungen vom rechnerischen Wert in einer Tabelle erfasst und pro VCO zur Kompensation verrechnet werden. Beim Abschalten des Xa gehen diese Werte verloren. Der Prozess muss ggf. häufiger aktiviert werden.

Bei neueren Firmware-Versionen wird der Tuning-Verlauf durch kurzes Aufleuchten der Patch-LEDs 1-8 angezeigt. Erfolgloses Auto-Tune wird durch abschließendes Blinken der LED mitgeteilt. Erfolglose Tuningversuche führen zur Abschaltung der betroffenen Voice-Karte. Dieses Verhalten kann innen im Gerät über zwei Schalter verändert werden.

Handreichungen

OB-Xa Mod-Section

Die Mod-Sektion links neben der Tastatur stellt einige Hilfsmittel für den Spielbetrieb zur Verfügung und ist weitgehend selbsterklärend. Die Einstellungen werden nicht gespeichert.

Hier befindet sich ein weiterer LFO zur Modulierung der VCO-Frequenzen, der mit RATE und DEPTH eingestellt werden kann. Eine Verwendung ist über die beiden Einstellhebel (Lever) für Pitchbend und Modulation möglich. Alternativ kann die Einstellung durch Hochziehen der Reglerknöpfe auch permanent gemacht werden.

Rückseite und Anschlüsse

OB-Xa Detail Rüchseite

 

Rückseite des OB-Xa. Es steht ein Mono- und ein Stereo-Ausgang zur Verfügung. Die 8 Stimmen können durch Einstellung im Gerät auf die Stereobasis verteilt werden.

Am Computer-Interface ist eine Kopplung mit einem Oberheim DSX Sequencer machbar. 

Das Cassetten-Interface kann Patch-Daten sichern und wieder laden. Damit gibt es gelegentlich Probleme.

Tastatur

Die Tastatur stammt von Pratt-Read, daher ist weder eine Anschlagdynamik noch ein After-Touch möglich.

Es handelt sich um eine damals gängige Tastatur, die recht gut bespielbar ist.

Sie verfügt über Drahtkontakte und Sammelschienen und ist durch Gummi-Elemente gedämpft. An Kontakten und Key-Bushings machen sich über die Jahre Verschleiß und Umwelt bemerkbar, deshalb ist eine Überholung sinnvoll und möglich.

Zur Tastatur steht ein umfassender Spezial-Bericht im OB-Xa Pool bereit.

Weitere Details und Infos im
OB-Xa Artikel-Pool