Tech: Oberheim OB-Xa PSU

Das obige Foto zeigt die Original-Stromversorgung eines OB-Xa nach Entfernen der beiden Control-Boards (der blaue Elko rechts neben dem Trafo ist nicht original). Die Schaltung entspricht grundsätzlich den damals gängigen Standards. Man beachte die zur Rückseite des Xa führenden Kabelverbindung zu den leistungsrelevanten Bauteilen und die Vielzahl der Steckverbindungen.
Vielen Netzteilen von Vintage-Synthesizern wird Leistungsschwäche nachgesagt, was oft auch zutreffend ist. Bei einem OB-Xa im Original-Zustand ist das nicht so. Einzig auffällig sind die runden Gleichrichter, die sehr heiß werden können.

Jede Fehlersuche im OB-Xa sollte beim Netzteil beginnen. Veränderungen an den Versorgungsspannungen schlagen zumeist auf das Gesamtsystem durch und verursachen weitergehenden Setup-Bedarf.


Auch ohne konkrete Probleme macht es jedoch Sinn, die uralten Elkos zu erneuern, um die Restwelligkeit der Ausgänge zu optimieren. Bei der Gelegenheit sollten auch die Gleichrichter ausgetauscht werden. Empfehlenswert ist auch eine Erneuerung der beiden Trimmer gegen gekapselte Präzisions-Typen und ein Tausch der beiden IC-Sockel der uA723 Regler.
Eine Inspektion der Kabelverbindungen einschließlich der Stecker ist geboten. Sofern an den Komponenten der Gehäuserückseite direkt an die Anschlüsse blaue tropfenförmige Tantal-Elkos gelötet sind, sollten diese präventiv gegen Tantals aus aktueller Produktion getauscht werden.


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