Oberheim OB-Xa Wartung

The dark side of the Xa, diese dunkle Seite gibt es tatsächlich und diese OB-Xa von leidenden Besitzern erkennt man daran, dass die Verschraubungen des Gehäusedeckels dauerhaft fehlen.

Man muss ohnehin ständig an die Innereien. Es gibt Xa-User, die schalten in Produktionsphasen ihre Geräte gar nicht mehr ab. Aus Sorge, ein erneutes Einschalten könnte zu Problemen führen.

Es gibt sie aber, die fehlerfreien, zuverlässigen, wohlklingenden OB-Xa. Nach mehreren Jahrzehnten ist der Xa elektronisch ein End-of-Life-Gerät. Da darf auch mal was kaputt gehen. 

Der OB-Xa lebt von einem gewissen Präzisionsmangel der den Sound ausmacht.

Wartung   Es gibt wohl nicht viel was man als „Nichttechniker“ an einem OB-Xa warten kann. An erster Stelle steht ein vernünftiger Umgang mit dem Instrument und das, was man gemeinhin als Pflege bezeichnen kann.

Eine fachlich orientierte Zurückhaltung bei Eingriffen in die Technik ist sinnvoll, um Sekundärschäden zu vermeiden. Trotzdem kann es natürlich zu Schwierigkeiten kommen, ohne dass ein Defekt vorliegt.

Prävention   Zukünftige Probleme können tatsächlich durch einige Maßnahmen reduziert werden:

Erneuerung der Lithium-Zelle, ggf. Einbau eines modernen Midi-Retrofit ohne Zelle. Überarbeitung der Tastatur mit neuen Key-Bushings. Auch wenn sich die Preissituation für die spezialisierten CEM-Chips entspannt hat und es grundsätzlich auch Alternativen gibt, macht ein kleiner Vorrat an Ersatzteilen Sinn.

Wird eine nicht werksmäßige Firmware verwandt (z.B. bei einigen alten Midi-Einbauten), sollte eine Kopie der Speicherinhalte aus den eProms gemacht werden. 

Tuning   Das mehr oder wenig notwendig werdende Tunen des Gerätes ist nicht an den reinen Anwender adressiert. Der Umgang mit der Elektronik erfordert schon entsprechendes Grundwissen und Betriebssicherheit.

Das Service-Manual und ein präzises Voltmeter für Messungen in Millivolt-Bereichen sind erforderlich. Ohne Zeit und Geduld wird das nichts, es kommen schnell weit über 100 Abgleichpunkte zusammen. 

Grundsätzliches 

Ein Tuning einzelner oder aller Voice-Karten kann separat vorgenommen werden. Veränderungen am Netzteil oder den Digital-Wandlern können sich auf das Gesamtsystem auswirken und ein komplettes Setup nach sich ziehen.

Der Xa muss frei von konkreten Fehlern sein. Grobe Fehleinstellungen machen das nachfolgende Auto-Tuning unmöglich. Fehlerhafte Pulsweiten der VCOs oder schlechte VCA-Offsets können zu Schwierigkeiten führen.

Sämtliche Prozeduren sind im Service-Manual plausibel beschrieben, Englischkenntnisse und technisches Grundverständnis vorausgesetzt. Die Gefahr, unbedarft Schäden an der Elektronik zu verursachen, ist erheblich. 

Führen alle Tuning-Maßnahmen nicht zur gewünschten Stabilität, sind radikale Baustellen zu eröffnen. Erklärungen ergeben sich aus den nachfolgenden Artikel.

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