Info: EEH Banana Details

EEH Banana 6-Voice-Synthesizer

Auch der Banana orientiert sich an den Anfang der 80er Jahre üblichen Style-Guides für Bauform und Frontplatte eines Musik-Synthesizers. Das kompakte Panel für die Bedienungselemente und die Ablagemöglichkeit auf dem flachen Gehäusedeckel erinnern an einen Oberheim OB-SX. Das Frontplattenstyling mit der bekannten blauen Oberheim-Schraffur trägt sicher dazu bei, ebenso die hölzernen Seitenteile.


Der Banana verfügt (maximal) über 6 Voice-Karten (Stimmen). Diese enthalten jeweils 2 Oszillatoren (VCOs) mit den Kurvenformen SAW, TRIANGEL und PULSE. Die Pulse-Weite ist manuell oder durch Modulation veränderbar. Die Kurvenformen sind additiv wählbar, eine stufenlose Mischmöglichkeit besteht jedoch nicht. Die Tonhöhe (Frequenz) ist bei VCO1 und VCO2 ohne Oktavstufung frei einstellbar. Die VCOs sind synchronisierbar, VCO1 kann zudem durch die Filterhüllkurve moduliert werden. VCO1 kann durch VCO2 cross-moduliert werden.


VCO2 hat einen Regler zur Feinstimmung, damit sind Schwebungen zwischen den VCOs einstellbar. Der Output von VCO2 kann geregelt werden.


Ein Rauschgenerator (White-Noise) steht als weitere Quelle zur Verfügung. Der Glide-Regler ermöglicht eine gleitende Tonhöhenveränderung zwischen Tastendrücken.


VCOs und Rauschgenerator speisen ihre Signale in die Filtersektion. Es handelt sich ein 24dB-Tiefpass (SSM2044). Die Filterfrequenz ist frei wählbar, kann aber zusätzlich auch durch eine Tastaturspannung und durch eine Hüllkurve moduliert werden.

Die Filterresonanz ist einstellbar. Eine Selbstresonanz war offensichtlich nicht vorgesehen, kann aber im Rahmen des Setups möglich gemacht werden.


Es gibt zwei Hüllkurven mit klassischem Aufbau. Der Output-Regler ist für die Gesamtlautstärke, diese wird nicht im Patch gespeichert.


Master regelt die Grundstimmung des Banana (nicht speicherbar). LFO1 regelt die Modulations-Frequenz, die über das Modulations-Rad neben der Tastatur an die VCOs gelangt.
LFO2 moduliert die Pulsweite der VCOs und/oder die Filter-Frequenz.


Patches können über 8 Gruppen (A-H) mit je 8 Plätzen (1-8) organisiert werden. Unison macht den Banana zu einem Mono-Synth mit 12 VCOs. Tune (Doppel-Druck) aktiviert ein Autotune der Oszillatoren.

Die AutoTune Funktion bedarf auch jetzt einiger Erklärungen:
Grundsätzlich unterliegt die verwendete Elektronik einer Temperaturdrift und Streuung, die Einfluss auf die Oszillatoren nehmen. Bei analogen VCOs führt dies zu Frequenzverschiebungen, die im Audiobereich wahrnehmbar werden, erfahrungsgemäß dauert es einige Aufwärmzeit, bis stabile Verhältnisse vorliegen. Bei Defekten oder schlechtem Grund-Tuning wird dieser Punkt gar nicht erreicht.

Beim Banana erfolgt unmittelbar nach dem Einschalten ein Tuning der VCOs (Tune-LED leuchtet). Voice-Karten, bei denen das Tuning misslingt, werden automatisch abgeschaltet. Dieser Fall führt zu einem (kurzen) Aufleuchten der Patch-LEDs 1-6 für die Voice-Karten, die getuned werden konnten. Durch Doppel-Druck auf die TUNE-Taste kann der Prozess neu gestartet werden.

Record dient zur Speicherung von Patches. Drücken, kurz darauf leuchtet die LED, dann Gruppe (A-H) und Platz (1-8) wählen. Save – Check – Load gehören zum Cassetten-Interface zur Auslagerung von Patches. Beim Midi-Banana sind diese Tasten anders belegt und ändern die Midi-Einstellungen.


Rückseitige Anschlüsse eines Midi-Banana.

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