Dynacord Rhythmstick
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Modifikation / Restauration  

Wie der Zufall so spielt. Im Sommer 2008 hatte ich eine Begegnung mit einem alten Bekannten. In einer Internet-Auktion wurde ein abge-wrackter Stick angeboten. Es stellte sich heraus, dass der Verkäufer mein alter Kumpel Max war, mit dem ich in den 80er Jahren heftige Live-Erfahrungen als Mixer-Mann in seiner Band gemacht habe. Über ihn habe diesen Controller überhaupt erst kennen gelernt. Er hatte eigentlich vor, das Gerät zu restaurieren, musste dann aber aus Zeitgründen aufgeben. Ich habe ihm das Sammelsurium an Einzelteilen abgekauft.

Der Stick war komplett zerlegt, der Korpus grob abgeschliffen und die Elektronik sah auch nicht mehr so gut aus.
In völliger Fehleinschätzung der Situation entschloss ich mich dann, den Korpus selbst zu restaurieren, was einige Tage an Schleif- und Lackierarbeit zur Folge hatte. Das Ergebnis ist zwar durchaus vorzeigbar, aber es wäre sicher sinnvoller gewesen, diese Arbeiten einem Fachmann zu überlassen. Das wäre besser und wahrscheinlich auch billiger geworden.


schrottreifer Stick von Cases-Max

Versionen  

Wie schon an anderer Stelle beschrieben, ist die Taster-Folien-Kombination für die Trigger nicht unbedingt optimal.
Deshalb war ich überrascht festzustellen, dass es unterschiedliche Versionen gibt. Bei meinem Original-Stick (Version 1) werden die Plastik-Plättchen, die auf die Taster gedrückt werden, tatsächlich nur von der Abdeckfolie gehalten. Bei Version 2 werden diese von einem Rahmen fixiert, die Folie ist lediglich noch Zierde. Dies hat den Vorteil, dass auf die anfällige Abdeckfolie ganz verzichtet werden kann. Das feeling ist deutlich besser und die Konstruktion sicher wesentlich robuster. 
Darüber hinaus habe ich keine Unterschiede feststellen können, auch nicht in der Elektronik.
Die Taster habe ich trotzdem erneuert, weil kaum noch ein Druckpunkt zu fühlen war.
 


Wiedergeburt in weiß


Trigger-Taster Version 1


verbesserte Version 2

 Erfahrungswerte / Technik  

Anschlagdynamik
Da mein Simmons SDS V neben den Standard-Trigger-Eingängen auch über Midi verfügt habe ich ein paar Vergleiche angestellt. Ich hatte subjektiv den Eindruck, dass bei analogen Trigger-Signalen das Dynamikverhalten besser war.

Analog Trigger out
Wer die analogen Trigger-Ausgänge am Netzteil verwenden will, benötigt ein entsprechendes Verteiler-Kabel. Hier die Belegung des Anschlusses:
Pin 1-8 == Trigger 1-8,
Pin 9-15 liegen auf Masse.

Kabelage
Unbefriedigend am Stick ist auch das spröde Multicore zum Netzteil. Wer beim Midi-Stick auf die analogen Trigger verzichten kann, hätte die Möglichkeit, ein anderes Kabel zu nehmen. Statt des original 16-adrigen Kabels würde ein 8-adriges (+Schirm) reichen, z.B. ein Cat5-Patch-Kabel für Computer-Netzwerke, die gibt es in allen Farben.

Etwas Lötarbeit ist allerdings notwendig, da das Kabel am Netzteil fest angeschlossen ist.

Hier die Belegung des Anschlusses am Stick :
Pin 01  Trigger 1 (weiß-gelb)
Pin 02  Trigger 2 (weiß-grün)
Pin 03  Trigger 3 (weiß-orange)
Pin 04  Trigger 4 (weiß-rot)
Pin 05  Trigger 5 (grün)
Pin 06  Trigger 6 (blau)
Pin 07  Trigger 7 (lila)
Pin 08  Trigger 8 (weiß-braun)
Pin 09  Midi out (weiß)
Pin 10  +5 Volt (schwarz und grau)
Pin 11  +24 Volt (orange)
Pin 12  -15 Volt (rot)
Pin 13  +15 Volt (weiß-schwarz)
Pin 14  Masse digital (gelb-braun)
Pin 15  Masse/Schirm

Wie man sieht eine recht aufwändige Stromversorgung. Mein Projekt, den Stick auf Akku-Betrieb umzurüsten und über Wireless-Midi zu betreiben, habe ich deshalb erst mal beerdigt.

 

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