Oberheim OB-Xa   Midi
 Allgemeines >       Home   Übersicht   Story   Xa -> OB8   Fazit   Ressourcen     Kontakt    
 Lösungen >     Pitch-Bender   Alterung   Tastatur   Tuning   Midi    
Interfaces  

Allgemein  Das Gerät verfügt neben dem obligatorischem Mono-Out auch über ein Stereo-Out, die Verteilung der Stimmen im Stero-Bild kann über entsprechende Regler im Innern des Gerätes eingestellt werden.

Computer-Interface
Ferner exis-tiert ein so genanntes "Computer-Interface", realisiert durch eine 37-polige Sub-D Anschlussbuchse. Dieser Anschluss dient in erster Linie zur Verbindung mit einem DSX-Sequencer, der entsprechende Prog-Change und Note-Befehle aufnehmen und reprodu-zieren kann.

Bei Anschluss eines DSX merkt man, dass der Prozessor des Xa langsam an seine Grenzen kommt, alle Funktionen laufen doch deutlich behäbiger ab, ohne allerdings Fehlfunktionen zu ver-ursachen.

Wer ein DSX hat, aber nicht das ent-sprechende Anschlusskabel, kann die erforderlichen Teile im Elektronik-Han-del bekommen.

Kassetten-Interface   Die Archi-vierung der erstellten Sounds ist nur über das eingebaute Kassetten-Inter-face möglich.
Allerdings scheint es doch etwas pro-blematisch zu sein, die richtigen Ein-stellungen zu finden. Nach meiner Er-fahrung macht ein alter Mono-Recorder die wenigsten Probleme, den richtigen Pegel zu finden. Es besteht auch die Möglichkeit, das Interface an die Soundkarte eines PC anzuschließen und die Daten dann als WAV-Datei zu speichern. Auch hier ist die Volume-Einstellung recht kritisch, ggf. ist es sinnvoll, mehrere Versionen zu er-stellen.


Midi-Kit von JL Cooper und originale Speichererweiterung

Midi  

Der Xa verfügt standardmäßig nicht über Midi, eine offizielle Midi-Option von Oberheim gibt es nicht. Ent-sprechende Nachrüstungen waren von verschiedenen Anbietern erhältlich.

Aktuell (01/2007) sind mir nur noch zwei Hersteller bekannt :
Kenton in England
Encore in USA

Das Kenton-Kit hat zwar einen beein-druckenden Preis, durch den aktuellen Wechselkurs (Anfang 2009) wird es jedoch zunehmend interessant. Ggf. lohnt eine Order direkt beim Hersteller.
Encore-Electronics hat das Kit lange angekündigt, es ist nun seit Mitte 2007 verfügbar.

In meinem eigenen Xa war ursprünglich ein Midi-Kit von J.L. Cooper eingebaut. Damit konnten jedoch nur Prog-Changes und Note-On/Off verarbeitet werden, der Midi-Kanal war über DIP-Schalter einstellbar. Leider keinerlei Controller-Daten, was die Nutzbarkeit stark relativiert. Soweit ich das sehe, benötigt das Cooper-Kit eine ange-passte Firmware im Xa. Das Cooper-Kit gab es offensichtlich auch mit einer integrierten Speichererweiterung für die älteren Xa-Modelle.
 

Anfang 2006 hatte ich dann Gele-genheit, ein neuwertiges Kit von Kenton-Electronics zu erwerben. Das Interface ist sehr aufwändig gebaut, überträgt auch Controller-Daten (Pitch-Bend, Modulation, Volume, Filter) und ist weitgehend über die Tastatur programmierbar.

Während das Cooper-Kit (und auch wohl die meisten anderen Midi-Kits) direkt an den Prozessor-Bus ange-schlossen wird, geht Kenton einen gänzlich anderen Weg. Das Kit hat einen eigenen Prozessor und wird in die Verbindung zur Tastatur eingeschliffen. Über ein zusätzliches Analog-Board werden die Steuerspannungen ausge-koppelt und an verschiedenen Stellen des Xa eingespeist. Sogar eine eigene Stromversorgung ist vorhanden. Pro-blematisch ist jedoch die mecha-nische Installation des Kits, da die Platinenabmessungen einen direkten Einbau mit vorhandenen Befestigungs-punkten nicht zu läst. Der Einbau ist nichts für Ungeübte.


Kenton-Midi

Encore Midi Kit  

Im Oktober 2007 hatte ich erstmals Gelegenheit, mir das neue Midi-Kit von Encore-Electronics näher anzusehen, als ich den Xa von Hartmut Zeller hier hatte. Das Kit kann direkt vom Her-steller in den USA geordert werden, die Lieferzeit betrug rund 2 Wochen. Die Lieferung bestand aus der relativ kleinen Interface-Platine und den er-forderlichen Kabeln und Kleinteilen. Die Dokumentation kann von der Encore-Website geladen werden.
Der Einbau ist denkbar einfach, es müssen lediglich einige ICs entfernt und das Verbindungskabel eingesteckt werden. Lötarbeit ist lediglich bei den Verbindungen zu den Midi-Buchsen notwendig. Schwierig ist bestenfalls die mechanische Bearbeitung des Xa-Gehäuses, um die Midi-Buchsen anzu-bringen.
Mit dem Kit wird die originale Firmware des Xa ersetzt. Grundlage für die En-core-Firmware ist offensichtlich der letzte Versionsstand des Xa. Damit werden auch frühe Versionen auf 120 Speicherplätze gebracht und auch die neueren Auto-Tune-Funktionen imple-mentiert.

Damit ergab sich nach Einbau ein Pro-blem. Die Voices wurden zwar ge-tuned, aber immer insgesamt als un-stimmbar über die Abschaltautomatik deaktiviert. Ursache dafür war eine Hardware-Änderung bei neueren Xa, die bei dem hier vorliegendem Gerät noch nicht vorhanden war (CLK an A120 geändert).
Nach einer entsprechenden Anpassung läuft nun alles wie gewünscht, die Voices werden sauber getuned.
Anders als z.B.  beim Kenton-Kit werden hier Parameter über Midi gesteuert, die unter Kontrolle des Prozessors sind. Das Kenton-Interface koppelt analoge Spannungen aus und speist diese u.a. in der Mod-Sektion wieder ein.
Insofern sind die beiden Kits nicht direkt vergleichbar. Encore überzeugt mit einfachem Einbau und bringt ältere Xa-Versionen auf aktuellen Stand. Die weiteren Zugaben sind auch nicht zu verachten. Die leidige Lithium-Batterie kann entfallen, die Oberheim-Werks-Sounds können aus dem ROM geladen werden. Nach diesem ersten Eindruck insgesamt eine empfehlenswerte In-vestition.
Weitere Infos bei
Encore in USA


Encore Midi Kit (OB-Xa von Hartmut Zeller)

© 2009 BiAge  - alle Rechte vorbehalten - unter Anerkennung der Marken und Warenzeichen der jeweiligen Hersteller