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Modifikationen: Vorbemerkungen  

Grundsätzlich verfügt die DMX über 11 verschiedene Sounds, die lediglich direkt in der Tonhöhe und Lautstärke verändert werden können. Die Pitch-Regelung ist zudem eher unzugänglich direkt auf den Soundkarten ange-bracht. Der Wunsch nach anderen oder besseren Sounds ist somit plau-sibel.
Die auf den Soundkarten befindlichen Eproms könnten ausgetauscht werden, vorausgesetzt man findet kompatible Eproms.  Die Chips von anderen Ma-schinen wie DX, Strech-DX oder SCI Drumtraks wären grundsätzlich brauch-bar, allerdings werden dort vornehmlich größere Eproms verwendet, die so in der DMX nicht verwendbar sind.

Ich entschloss mich dann zu einigen Modifikationen mit dem Ziel, mehr und bessere Sounds für die DMX verfügbar zu machen. Ich hatte zwar eine Anzahl an zusätzlichen Sound-Chips, diese mussten aber bislang immer einzeln ausgetauscht werden. Ferner fand ich im Internet einen kompletten Satz an Sound-Images der DX, die ich aber nur deshalb nicht verwenden konnte, weil es Binärdaten für größere Eproms waren, die in der DMX so nicht ver-wendet werden konnten

 
Modifikationen  
Änderung der Soundkarten auf Eproms vom Typ 27256 und direkte Umschalt-möglichkeit für 4 Sound bzw. 4 Dop-pelsounds. Neuprogrammierung der Eproms mit einem 64KBit- Raster, da-mit auch die besseren Sounds der DX oder anderer Maschinen einsetzbar waren. Möglichkeit zur Weiterverwen-dung der originalen DMX-Sounds.
Eine Konsequenz aus diesen Änder-ungen ist jedoch, dass die alten Origi-nal-Eproms nicht mehr verwendet wer-den können. Es müssen auf jeden Fall Chips anderen Typs programmiert und verwendet werden.
Vor einer Entscheidung zur Modifikation muss folgendes klar sein :
Technische Kenntnisse im Umgang mit Elektronik sind zwingend erforderlich.
Eine ausreichende Menge an zusätz-lichen Sounds muss als Binärdateien verfügbar sein. Ggf. können Sound-chips anderer Maschinen ausgelesen und verwendet werden. Oder man wagt die Erstellung eigener Klänge. Diese müssten perfekt gesampelt (zu-meist mit 11 KHz) und anschließend als Binärdatei umgewandelt werden.  
In einen Chip sollten nur artverwandte Sounds programmiert werden,  Hüll-kurven und Filtereinstellungen beziehen sich immer auf den gesamten Inhalt des Chips. Ein Eprom-Brenngerät und ein UV- Löschgerät sind erforderlich.
Vergleich: Original-Bestückung und nach Modifikation
  Original Modifikation
Kapazität Sounds Kapazität Sounds
Bass 1 x 4KB 1 4 x 8KB 4
Snare 1 x 4KB 1 4 x 8KB 4
HiHat 1 x 4KB 1 4 x 8KB 4
Tom 1 1 x 8KB 1 4 x 8KB 4
Tom 2 1 x 8KB 1 4 x 8KB 4
Perc 1 2 x 2KB 1 + 1 8 x 4KB 4 + 4
Perc 2 2 x 2KB 1 + 1 8 x 4KB 4 + 4
Cymbal 8 x 4KB 1 + 1 8x32KB 4 + 4
Schritt 1 : Sockel tauschen  

Nachfolgend nun eine Beschreibung der erforderlichen Modifikationen an den Soundkarten. Ich weise nochmals darauf hin, dass diese Arbeiten mit erheblichen Eingriffen in die Elektronik verbunden sind und meinerseits keiner-lei Verantwortung übernommen werden kann. Diese Änderungen machen nur Sinn, wenn ein Eprom-Brenner und ge-eignete Sound-Daten zur Verfügung stehen.
Nebenstehend die Pin-Belegung der originalen 2732 und der 27256 - Eproms. Es ist ersichtlich, dass ledig-lich 5 Pins des 27256 neu bzw. anders beschaltet sind. Dazu gehören die neuen Adressanschlüsse A12-A14 und die beiden Versorgungsanschlüsse Vpp und Vcc. Genau diese 5 Pins müssen extern beschaltet werden, alles andere bleibt so wie es ist.

Ich bin dann so vorgegangen, dass ich den originalen IC-Sockel für das 2732 aus der Platine gelötet und gegen einen neuen 28-poligen ausgetauscht habe. Dabei habe ich die folgenden Sockel-Pins einfach umgebogen, um sie später frei verdrahten zu können : Vpp und Vcc werden einfach in Rich-tung Kopfseite des Sockels gebogen, A12, A13 und A14 jeweils nach außen. Pin 26 (A13) darf nicht mit in die Platine gelötet werden, weil dort nach alter Beschaltung Vcc anliegt. Ich habe in meinem Fall die 5 genannten Pins einfach mit einem Stück Isolier-band zwischen neuem Sockel und Platine isoliert. Sicher gibt es noch alternative Lösungen, dies war für mich jedoch die einfachste. Der Aus-tausch der Sockel ist für alle Sound-karten-Typen gleich. Die weiteren Ver-drahtungen ergeben sich aus den Detail-Beschreibungen in den folgen-den Seiten.

Schritt 2: Adressbereich vergrößern Schritt 3: Verdrahtung  

Nur erforderlich bei Soundkarten mit einem Sound (z.B. BD und Snare). Damit mit den neuen Eproms auch Sounds mit mehr als den standard-mäßigen 32KBit abgespielt werden kön-nen, muss auf der Soundkarte der Adresszähler (IC 6, ein 4040) erweitert werden.
Dies macht man einfach in der Form, dass auf das vorhandene Original-IC einfach ein zweites per Huckepack aufgelötet wird. Dabei dürfen nur die rot markierten Pins lt. Abbildung mit den Pins des Original-IC verlötet wer-den. Alle anderen Pins des neuen ICs werden weggebogen. Die Pins 9 und 10 müssen später noch verdrahtet wer-den, alle anderen können eigentlich abgekniffen werden.

Nicht gerade elegant, aber funktionell.
Eine genaue Beschreibung der Ver-drahtung ergibt sich aus den Detail- Beschreibungen zu den einzelnen Soundkarten. 

Die Verdrahtung ist abhängig von der verwendeten Soundkarte und ergibt sich aus den Detailbeschreibungen.
An dieser Stelle muss man sich Gedan-ken machen, wie die Sounds umge-schaltet werden sollen.
Die Adressleitungen A13 und A14 des neuen Eproms bestimmen, welcher der 4 Sounds gespielt werden soll. Hier muss entweder Masse oder +5V angelegt werden. Im einfachsten Fall reichen einfache Schliess-Kontakte. Ich habe Miniatur-Drehschalter mit Binär-Codierung verwendet, die eine problemlose Umschaltung mit richtiger Logik ermöglichen. 
Die Schalter sind allerdings nicht gerade billig. Erhältlich z.B. bei Reichelt-Elektronik. Da diese Schalter nur Schließkontakte haben, sind zwei Widerstände (4K7) gegen Masse erfor-derlich, welche die Adresseingänge bei offenem Schalter auf Masse ziehen und damit eine logische Null erzeugen. Die Einzelheiten ergeben sich aus den Detail-beschreibungen.
Nebenstehend der Drehschalter. Pin C wird an +5V gelegt, Pin 1 und Pin 2 werden mit den Adresseingängen A13 und A14 des Eproms verbunden. Wir benötigen nur die Schaltstellungen 0-3.


Adresszähler CD 4040
 


Schaltbeispiel für den Codier-Schalter

 

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