Oberheim DMX   Drum-Computer
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Übersicht  

Drum-Computer mit 11 Sounds auf EProm-Basis mit analoger Nachbear-beitung. Umfangreiche Song- und Pat-tern-Einstellungen. Frühe Modelle noch ohne Midi.
Die Oberheim DMX kam erstmalig 1984 auf den Markt. Aufgrund der tech-nischen Konzeption gehört sie zur Gruppe der Eprom-basierenden Drum-Maschinen. Bis dahin wurden die Klän-ge von Drum-Maschinen vornehmlich über analoge Generatoren und Filter erzeugt, wie z.B. bei der bekannten Roland TR808.
Die DMX benutzt neben anderen Drum-Computern aus der Zeit digitalisierte (gesampelte) Sounds, die in speziellen Speicherchips (Eproms) abgelegt und über Wandler (D/A- Converter) ausge-lesen werden.
Bereits kurz nach dem Erscheinen der DMX brachte Oberheim die DX auf den Markt. Die DX folgte dem technischen Konzept der DMX. Allerdings werden Speicher-Chips mit größerer Kapazität verwendet, insofern sind die verwen-deten Drum-Samples zumindest aus technischer Sicht qualitativ besser. 

Wohl aus Kostengründen wurde die Anzahl der Sounds jedoch reduziert. Der Austausch der Sound-Chips wurde durch ein anderes Platinen-Layout erleichtert. Zu der DX gab es später noch ein Ergänzungsmodul Strech-DX, welches in erster Linie die Anzahl der Sounds erhöhte. Wie bei vielen Oberheim-Geräten ist auch die DMX aus technischer Sicht modular aufge-baut. Es gibt eine Hauptplatine mit der Steuerung zum Bearbeiten und Spei-chern der Drum- Sequenzen. Auf diese Hauptplatine werden mehrere Sound-karten gesteckt, welche die Auslesung und Bearbeitung der einzelnen Sound- Eproms übernehmen. Insgesamt ver-fügt die DMX über 8 Soundkarten, die zum Teil aber mit zwei Klängen belegt sind. Die Sounds können lediglich in Tönhöhe und / oder Lautstärke editiert werden.

Zum Vergleich hier das Folgemodel DX mit dem zusätzlichen Ausbaumodul.


Oberheim DMX


DX + Stretch = StretchDX

 

Sound Midi  

Der Klang der DMX ist auch aus heutiger Sicht rund und voll. Obwohl die technischen Daten eigentlich nicht dafür sprechen, macht die Maschine reichlich Druck. Dies hat offensichtlich dafür gesorgt, dass die DMX in einigen Musikrichtungen wieder sehr beliebt ist.

 

Ein Midi-Interface gab es sowohl als Option von Oberheim als auch von Drittanbietern. Beim Original ist zudem eine Speichererweiterung enthalten. Es kann umfassend programmiert werden, Kanal und Note-On-Nr. sind frei ein-stellbar. Leider gibt es keine Möglich-keit, die Sounds in der Lautstärke dynamisch zu steuern.


Blick auf die Hauptplatine mit den Voice-Karten.
Die Karten und der Akku sind modifiziert.
Im Vordergrund das factory-midi-kit.

Wertigkeit  

In Anbetracht der unüber-sehbaren Anzahl an Drum-Generatoren dieser Tage, muss man sich die Frage stellen, was man nun mit einer DMX anfangen kann. Will man gerade diesen Sound in seinen Produktionen einset-zen, kommt man am Original nicht vor-bei. Klar ist jedoch, dass die Sound-variationen sehr begrenzt sind.

Ferner ist mit zusätzlichem Aufwand zu rechnen, wenn die DMX kein Midi hat. Ich selbst benutze die Maschine sehr gerne, um schnell und ohne PC ein paar Sequenzen zu programmieren. Der integrierte Step-Sequencer ist sehr einfach zu bedienen.


Rückseite der DMX mit den speziellen Trigger-
und CV-Anschlüssen. Die Midi-Buchsen sind 
so nicht original und befinden sich sonst in 
der rechten Holz-Seitenblende

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